Fahrrad-Lexikon
Arm-, Bein- und Knielinge. Diese funktionellen Accessoires gehören zur Grundausstattung eines jeden Biker und sind die idealen Begleiter im Frühjahr und im Herbst. Bei unterschiedlichen Temperaturen während einer Ausfahrt ist man stets richtig angezogen. Wird es zu warm, werden die "-Linge" einfach ausgezogen und können in der Trikottasche verstaut werden. Je nach Jahreszeit und Einsatzgebiet gibt es jene in verschiedenen Stärken und zum Teil mit eingearbeiteten winddichten Materialien. Beinlinge sollten zum besseren An- und Ausziehen mit einem Reißverschluss versehen sein. Um die Passform zu verbessern sind diese Textilien vorgeformt, d.h. im Bereich der Knie bzw. der Ellenbogen angewinkelt. Mit Knielingen wird aus der normalen Radhose eine 3/4-lange Knicker und erweitert sich der Einsatzbereich deutlich.
Nierenwärmer und Gesichtsmasken. Das Radfahren ist auch bei sehr niedrigen Temperaturen möglich. Vorraussetzung ist die richtige Ausstattung, um so viel Komfort wie möglich zu erlangen und um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Das Tragen von Nierenwärmern ist beim Motorradfahren Pflicht, auf dem Fahrrad sind Nierenwärmer genauso sinnvoll. Sie schützen den empfindlichen Nierenbereich und den unteren Rücken vor Kälte und Zugluft. Gesichtsmasken sind für Radfahrer sehr nützlich, die am Kopf, im Gesicht oder am Hals sehr kälteempfindlich sind. Wichtig: Gesichtmasken sollten aus atmungsaktivem Material bestehen.
Fahrradbrillen schützen nicht nur vor Blendung durch Sonnenlicht, sondern vor Schmutz, Insekten und der UV-Strahlung. Wichtig ist die optimale Abdeckung der Augen, die Form der Gläser muss zur Gesichtsform passen. Ein guter Sitz wird durch einstellbare oder verformbare Brillenbügel erreicht. Eine gute Lüftung hilft, die Gläser beschlagfrei zu halten. Ein hochwertiger UV-Filter schützt die Augen vor der schädlichen Strahlung. Wichtig: Minderwertige Brillen mit dunkler Tönung und ohne UV-Filter schaden den Augen. Durch die Tönung öffnet sich die Pupille, und es dringt mehr UV-Strahlung ein, als wenn keine Brille getragen wird. Verwenden Sie daher immer die richtige Scheibentönung: Klare Scheiben für dunkle Tage oder in der Nacht, schwach getönte oder gelbe Scheiben für bedeckten Himmel und Scheiben mit einer dunkler Tönung bei starker Lichteinstrahlung. Für Brillenträger gibt es Scheiben mit Korrekturgläsern oder Aufnahmen für diese.
Handschuhe haben drei Aufgaben: Sie halten die Hände warm, sie schützen bei einem Sturz, vor allem aber vermeiden sie Beeinträchtigungen durch den Lenker und absorbieren Vibrationen und Stöße. Die Innenhand ist mit einer Polsterung versehen, die im Bereich des zentralen Nervenstrangs davor schützt, dass jener zu stark gedrückt wird. Ohne diesen Schutz haben viele Radler Probleme mit eingeschlafenen oder tauben Händen. Eine rutschfeste Beschichtung der Innenhand sorgt für mehr Grip. Hochwertiges Leder oder synthetische Stoffe sorgen für eine lange Haltbarkeit. Der Handrücken auf der Oberhand besteht aus elastischem, atmungsaktivem Material. Handschuhe für den Mountainbikebereich sind häufig auf den Fingern und Knöcheln mit Protektoren ausgestattet. Ein Frotteebesatz auf dem Daumen ist nützlich, um den Schweiß aus dem Gesicht zu wischen.
Helmmützen: Jeder Radfahrer sollte natürlich einen Helm tragen. Der Wunsch nach einer guten Belüftung hat dazu geführt, dass der Kopf unter einem modernen Helm gekühlt wird. Häufig ist dieser Effekt so stark, dass bei niedrigen Temperaturen eine Helmmütze getragen werden muss. Je nach Außenemperatur, Einsatzbereich und Kälteempfinden sind die Helmmützen unterschiedlich stark im Material. Viele Modelle verfügen über winddichte Eigenschaften und bedecken auch die Ohren.
Die flexenden Sitzstreben bieten ein gewisses Maß an vertikaler Nachgiebigkeit und damit die entscheidende Schonung, die der Körper braucht. Jede Erschütterung, die der Rahmen aufnehmen kann, schont die Muskulatur des Fahrers.
Gerade in den Wintermonaten ist die Pflege der Akkus sehr wichtig!
1. Laden Sie die Akkus regelmäßig (alle 6 bis 8 Wochen) wieder auf, eine Notiz in Ihrem Kalender erinnert Sie daran. Achten Sie darauf nur das für den Akku passende Ladegerät zu verwenden und nur bei Temperaturen zwischen 5 und 35° Celsius zu laden.
2. Extreme Temperaturen schaden den Akkus!
Lagern Sie daher die Pedelecs/Akkus nicht unter 10° Celsius und vermeiden Sie unbedingt Frost. Hitze schadet den Akkus ebenfalls. Vermeiden Sie Temperaturen über 40° Celsius, da sonst der Akku schneller altert.
3. Beachten Sie auch die Bedienungsanleitungen, in denen weitere wichtige Infos zur Pflege Ihrer ave. Pedelecs stehen.
Wenn Sie diese Hinweise beachten, werden Sie und Ihre Kunden im Frühjahr die volle Leistung der Akkus nutzen können.
All Mountain (AM): Das MTB mit dem größten Einsatzbereich. All Mountains werden für Touren, Marathons aber auch bei Alpenüberquerungen eingesetzt. Das vollgefederte MTB ist hier sehr verbreitet, günstige Räder sind aber auch als Hardtail aufgebaut. Bei den All Mountain wird auch Wert auf das Gewicht gelegt, da das Bergauffahren eine Rolle spielt, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit haben aber dennoch Vorrang. Die Geometrie und die Sitzposition sind sportlich komfortabel ausgerichtet. Scheibenbremsen sind Standart. Die Federwege liegen zwischen 120 und 140 mm.
Durch geschickte Positionierung der Drehpunkte im Hinterbau federt dieser beim Pedalieren nicht ein (Anti Squat Effekt) und liefert damit eine effektive Kraftübertragung ohne störendes Wippen. Die Traktion wird verbessert und negative Fahrwerkseinflüsse werden eliminiert.
Jede Giro Goggle-Scheibe ist mit einem speziellen Anti-Beschlag-Schutz versehen. Für beste Sicht auch bei widrigen Wetterverhältnissen.
Um die Antriebsenergie optimal in Vortrieb umzusetzen, ist das Fahrrad mit einer Gangschaltung ausgerüstet. Grundsätzlich unterscheidet man beim Fahrrad zwischen der Nabenschaltung und der Kettenschaltung.
Kettenschaltungen sind das ältere Schaltungssystem am Fahrrad. Die speziell ausgearbeitete Form der Ritzel, Kettenblätter und die Formgebung der dazu gehörigen Ketten bieten einen extrem genauen Schaltvorgang. Schalthebel mit genau definierten Abläufen gewährleisten, dass der gewünschte Gang auch exakt angesteuert wird und der gesamte Schaltvorgang innerhalb einer 1/3 Kurbelumdrehung abgeschlossen ist. Vorraussetzung für den Schaltvorgang ist allerdings, dass sich das System aus Kurbel, Ketten und Ritzel bewegt. Ein Schalten im Stand ist nicht möglich.
Je nach Fahrradtyp werden an der Kurbel bis zu drei Kettenblätter verbaut, das Ritzelpaket wird mit bis zu 11 Ritzeln versehen. Daraus ergeben sich aber nicht 33 verschiedene Übersetzungen (Gänge). Dies liegt daran, dass einige Kombinationen die gleiche Übersetzung ergeben. Außerdem sollten einige Kettenstellungen nicht verwendet werden, da die Kette in diesen Stellungen zu schräg läuft und es zu erhöhtem Verschleiß kommen kann. Die Kette wird an der Kurbel mit dem Umwerfer gewechselt, an den Ritzeln ist das Schaltwerk zuständig. Die Vorteile der Kettenschaltung sind das niedrige Systemgewicht, vor allem aber die veränderbaren Übersetzungen.
Da die Kettenblätter und die Ritzelpakete gewechselt werden können, ist es dem Fahrer möglich, je nach Einsatzgebiet die passende Übersetzung anzubauen. Der Wirkungsgrad ist durch die geringe Reibung innerhalb des Systems sehr hoch. Nachteil der Kettenschaltung ist der erhöhte Pflegeaufwand. Sie muss sauber gehalten und sehr regelmäßig geschmiert werden, da sie vor äußeren Einwirkungen nur ungenügend geschützt ist. Radfahrern, die sich an eine Rücktrittbremse gewöhnt haben, fällt es außerdem oft schwer, sich an den Freilauf der Nabe und der dadurch fehlenden Rücktrittbremse zu gewöhnen.
Nabenschaltungen besitzen alle das gleiche Grundprinzip. Ein oder mehrere Planetengetriebe sind kompakt in der Hinterradnabe untergebracht. Die Naben lassen sich sehr leicht schalten und die Übersicht, welcher Gang eingeschaltet ist, behält auch ein wenig technisch versierter Radfahrer. In der Regel haben komfortable Drehgriffschalter die Schalthebel abgelöst. Anders als bei der Kettenschaltung sind die Übersetzungen der einzelnen Gänge durch das Getriebe festgelegt. Individuelle Anpassungen lassen sich nur im geringen Maße durch das Wechseln des Kettenblattes und/oder des Ritzels durchführen. Ein Gangwechsel ist bei der Nabenschaltung auch im Stand möglich. Neben dem klassischem Rücktritt gibt es Nabenschaltungen auch mit einem Freilauf, so dass sie auch mit leistungsstarken Bremsen kombiniert werden können.
Ein großer Vorteil der Nabenschaltung ist die einfache Wartung des Systems. Da das Getriebe in einem Ölbad läuft oder werksseitig mit einem dauerhaftem Fettpolster versehen ist, ist es nahezu wartungsfrei. Das System ist komplett von der Außenumgebung abgekapselt und somit bestens gegen Schmutz, Nässe und auch vor Beschädigungen geschützt. Da das Kettenblatt und das Ritzel genau in der Flucht stehen, kommt es nicht zu einem Schräglauf der Kette und somit zu deutlich längeren Standzeit als bei einer Kettenschaltung. Kette, Kettenblatt und Ritzel können sehr gut abgedeckt oder sogar gekapselt werden. Dadurch sind auch die äußeren Bauteile des Antriebs sehr gut geschützt, außerdem kann sich der Fahrer nicht verschmutzen.
Nachteile der Nabenschaltung sind die erwähnt begrenzten Anpassungen der Übersetzungen und das relativ hohe Gewicht der Naben. Im sportlichen Einsatz kann der relativ schlechte Wirkungsgrad einer Nabenschaltung, bedingt durch die innere Reibung, als störend oder gar leistungsmindernd empfunden werden.
Wenn weder der Antrieb auf die Arbeit des Federelementes Einfluss nimmt, noch das Federelement sich auf den Antrieb auswirkt, spricht man vom antriebsneutralität.
Unerwünschte Einflüsse wären, dass sich das Federelementg unter Kettenzug versteift (auseinander gezogen wird) oder -im Gegenteil- zusammen zieht. Im Wiegetritt kann eine Pumpbewegung entstehen, die den Fahrer Kraft kostet und die Dämpfungsperformance beeinträchtigt. Andererseits kann bei ungünstiger Konstruktion des Hinterbaus beim Einfedern ein Pedalrückschlag erzeugt werden, da die Kette nach hinten gezogen wird.
Durch geschickte Anordnung der Hebel und Gelenke im Hinterbau und richtiger Wahl des Drehpunktes im Bereich des Tretlagers wird verhindert, dass sich Kettenzug auf die Hinterradfederung auswirkt und umgekehrt.
Dem unerwünschten Ein- und Austauchen der Federung im Wiegetritt wird gern durch die Verwendung von Platform-Systemen begegnet. Hier wird systemseitig erkannt, welche Impulse vom Boden kommen und welche von oben, vom Fahrer her erfolgen. Ventile blocken dann unerwünschte Bewegungen ab.
Diese funktionellen Accessoires gehören zur Grundausstattung eines jeden Bikers. Arm-, Bein- und Knielinge sind die idealen Begleiter in der Übergangszeit, inbesondere im Frühjahr und im Herbst. Bei unterschiedlichen Temperaturen während einer Ausfahrt, morgens 5 Grad und vormittags 15 Grad, ist man stets richtig angezogen. Wird es zu warm, werden die "-Linge" einfach ausgezogen und können einfach in der Trikottasche verstaut werden.
Je nach Jahreszeit und Einsatzgebiet gibt es diese praktischen Accessoires in verschiedenen Stärken und zum Teil mit eingearbeiteten winddichten Materialien. Beinlinge sollten zum besseren An- und Ausziehen mit einem Reißverschluss versehen sein. Um die Passform zu verbessern sind diese Textilen vorgeformt, d.h. im Bereich der Knie bzw. der Ellenbogen angewinkelt. Mit Knielingen wird aus der normalen Radhose eine 3/4-lange Knicker und somit erweitert sich der Einsatzbereich deutlich.








Wenn weder der Antrieb auf die Arbeit des Hinterbaus Einfluss nimmt, noch der Hinterbau sich auf den Antrieb auswirkt, spricht man vom antriebsneutralen Hinterbau.
Unerwünschte Einflüsse wären, dass sich die Hinterradfederung unter Kettenzug versteift (auseinander gezogen wird) oder -im Gegenteil- zusammen zieht. Andererseits kann bei ungünstiger Konstruktion beim Einfedern ein Pedalrückschlag erzeugt werden, da die Kette nach hinten gezogen wird.
Durch geschickte Anordnung der Hebel und Gelenke im Hinterbau und richtiger Wahl des Drehpunktes im Bereich des Tretlagers wird verhindert, dass sich Kettenzug auf die Hinterradfederung auswirkt und umgekehrt.
