Fahrrad-Lexikon

Discbrake

Die großen Vorteile der Scheibenbremse sind das deutlich bessere Bremsverhalten bei Nässe und die Verschonung der Felge vor Verschleiß. Die Bedienung der Scheibenbremse mittels Bowdenzüge findet nur bei Fahrrädern der unteren Preis- und Qualitätstufen Verwendung. In Kombination mit einem hydraulischem System kann die Scheibenbremsanlage ihre Vorteile deutlich besser ausspielen. Hohe Bremskräfte durch die Übersetzungsverhältnisse innerhalb der Hydraulik im Zusammenspiel mit großen Bremsscheiben ermöglichen enorm hohe Bremsleistungen.

Aber nicht nur durch die reine Bremskraft zeichnet sich die Scheibenbremse aus, auch durch die sehr gute Dosierbarkeit und durch die geringen Bedienkräfte ist sie zum überlegenen Bremssystem am Fahrrad geworden. Aus dem Mountainbikesport sind die Discbrake-Systeme nicht mehr wegzudenken und haben die klassische V-Brake mitlerweile abgelöst. Aber auch an Trekkingrädern werden die modernen Scheibenbremsen mehr und mehr verbaut.

Ein weiterer Vorteil der Hydraulik ist die weitgehende Wartungsfreiheit. Regelmäßige Kontrollen der Bremsbeläge und des ganzen Systems auf Dichtigkeit erfordern deutlich weniger Aufwand wie die Wartung von Bowdenzügen. Je nach Hersteller finden Hydraulik- oder Mineralöle Verwendung. Nach Wartungs- oder Reperaturarbeiten ist, wie bei allen hydraulischen Systemen, auf eine 100%ige Entlüftung zu achten.

Dynamo

Dynamos sind die kleinen Kraftwerke, die die Lichtanlage am Fahrrad mit Strom versorgen. Moderne Dynamos haben einen hohen Wirkungsgrad und liefern bereits bei niedrigen Geschwindigkeiten die volle Leistung.

Es gibt drei Bauarten für Dynamos: Der klassische Seitenläufer wird vom Reifen oder der Felge angetrieben. Der Seitenläufer ist kostengünstig, die robuste Bauart seit Jahrzehnten bewährt. Der Speichendynamo ist leistungsstark und kann bauartbedingt bei Nässe nicht durchrutschen. Durch den fehlenden Reifenkontakt wird der Reifen nicht in Mitleidenschaft gezogen. In den letzten Jahren setzt sich der Nabendynamo immer mehr durch. Durch den Antrieb in der Nabe, bremst er das Laufrad nur in geringem Maße ab. Der Nabendynamo ist die leistungsstärkste Bauform; Reifenverschleiß und ein Durchrutschen bei Nässe sind bauartbedingt nicht möglich. Der Nabendynamo bietet sich in Verbindung mit einer Einschaltautomatik der Lichtanlage ideal an, da er permanent Strom produziert.

Downhill

Downhill (DH): Diese MTB sind ausschließlich für Abfahrten im schweren Gelände konstruiert. Das Gewicht und díe Fahreigenschaften bergauf spielen beim Downhill-MTB keine Rolle. Die Federwege liegen über 200 mm, die Federgabel ist in der Regel mit einer Doppelbrücke ausgestattet, die Federung arbeitet mit einer Stahlfeder. Es werden ausschließlich hydraulische Scheibenbremsen verwendet, der Durchmesser der Bremsscheiben beträgt bis zu 230 mm. Rahmen und alle Komponenten sind auf äußerste Stabilität ausgelegt, die Beanspruchung der Bauteile ist äußerst hoch. Für maximalen Grip finden sehr breite Reifen Verwendung. Die Sitzposition ist aufrecht, die Rahmenbauform sehr kompakt mit einem tiefen Schwerpunkt. Downhill MTB müssen einen stabilen Geradeauslauf besitzen.  

Design 2 Size

Die traditionelle Herstellungsweise für Rahmen aus Rohren mit identischen Durchmessern und Wandstärken ergibt Rahmen, die entweder nicht die erforderliche Steifigkeit bei den größeren Rahmenhöhen, oder unnötig hohes Gewicht bei den kleinsten Höhen aufweisen. Die Principia-Technologie Design 2 Size stimmt die Rahmendetails bestens auf die einzelnen Rahmenhöhen ab. Dies gewährleistet optimale Rahmeneigenschaften für Fahrer aller Körpergrößen.

Dual Air

Mit seinen getrennt voneinander verstellbaren Positiv- und Negativluftkammern ist das Dual Air sowohl für Straßen- als auch für Trail-Rennen geeignet. Es ist außerdem fein abzustimmen und zählt zu einem der leichtesten Luftfedersysteme auf dem Markt.