Fahrrad-Lexikon

Heimtrainer

Radfahren ist die ideale Ausdauersportart. Das Herz-Kreislaufsystem und die Beinmuskulatur werden gestärkt, ohne dass es zu einer Überlastung der Wirbelsäule und der Gelenke kommt. Unabhängig von der Witterung und Tages- bzw. Jahreszeit kann das Training auf einem Heimtrainer komfortabel in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden. Wer mag, kann neben dem Training auf seinem Heimtrainer sogar Musik hören, fernsehen oder ein Buch lesen. Das Angebot reicht von preisgünstigen Geräten für den Einsteiger bis zu sehr gut ausgestatteten Heimtrainern für den intensiven Gebrauch.

Hydraulikbremsen

Wie bei einer klassischen Felgenbremse wird auch bei einem hydraulischen System der Bremsklotz gegen die Felge gedrückt. Durch das Übersetzungsverhältnis innerhalb der Hydraulik werden aber deutlich höhere Kräfte erzielt und dadurch eine höhere Bremsleistung.

Ein weiterer großer Vorteil der hydraulischen Fahrradbremse ist die weitgehende Wartunsfreiheit des Systems. Die Hydraulik ist unanfällig gegen Verschmutzung und Feuchtigkeit. Die regelmäßige Wartung beschränkt sich auf eine Kontrolle der Bremsklötze auf Verschleiß und auf Dichtigkeit des ganzen Systems. Der Belagwechsel erfolgt sehr einfach und schnell durch einfaches Aufstecken der Bremsklötze. Die hohe Bremsleistung erreicht die hydraulische Felgenbremse vor allem bei trockenen Bedingungen, aber auch bei Nässe ist das Bremsverhalten besser als das einer Bremse mit Bowdenzug. Durch die gute Dosierbarkeit läßt sich die Bremsleistung optimal einsetzen.

Hosen

Druckschmerzen, Wundscheuern oder Taubheitsgefühle lassen sich mit hochwertigen Sitzpads vermeiden. Die Schnittführung der Hose richtet sich nach dem Einsatzbereich. Sportlich orientierte Radler bevorzugen hautenge Tights. Für Tourenfahrer und viele Mountainbiker eignen sich locker geschnittene, bequeme Radshorts auch Casual genannt.

Radhose kurz: Die Radhose ohne Träger gehört zur Basis-Ausstattung für jeden Radler. Sie ist universell einsetzbar, bei kühlem Wetter auch ideal unter einer langen Wintertight zu tragen. Gut geeignet auch für Frauen, die häufig keine Trägerhosen mögen.

Trägerhose: Sie sind die meist genutzten Radhosen und überzeugen durch optimale Passform. Die Träger verhindern das Rutschen von der Taille und Einschnürungen im Bauchbreich. Unser Tipp für Vielfahrer.

Hose knielang: Diese Hosenvariante, mit oder ohne Träger, kann im ganzen Jahr eingesetzt werden. Sie wird auch Knicker oder 3/4-Hose genannt und schützt den windempfindlichen Kniebereich. Bei Frauen steht die Knicker hoch im Kurs, da Einschnürungen im Oberschenkel vermieden werden. Zu empfehlen für das Frühjahr und den Herbst.

Radhosen Casual: Die locker geschnittenen Shorts sind bei Tourenfahrern und mittlerweile auch bei vielen Mountainbikern beliebt. Die Short eignet sich besonders, wenn sie nicht nur auf dem Fahrrad getragen wird oder wenn der hautenge Lycra-look nicht erwünscht ist. Das Sitzpolster läßt sich häufig herausnehmen, so wird aus der Radshort eine modische Funktionshose für viele Freizeitaktivitäten.

High Tech Sitzpads: Moderne Sitzpolster bestehen aus technisch hochentwickelten Schäumen mit luftdurchlässiger Zellstruktur oder speziellen Gelmaterialien. Gute Sitzpads unterstützen dort, wo es notwendig ist und sind wenig auftragend, wo es möglich ist. Je nach Sitzposition, mehr oder weniger aufrecht, sind Sitzpads besonders konstruiert. Anatomisch geformte Seitenflügel schützen am Beinansatz vor Wundscheuern. Feuchtigkeitsregulierende Materialien wie z.B. Coolmax über dem Padkern saugen Feuchtigkeit von der Haut und sorgen für ein trockenes Sitzgefühl. Eine lange Front des Sitzpads schützt gegen Wind und Kälte.

Helme

Auch wenn Mountainbiker häufiger stürzen - die meisten Radunfälle ereignen sich innerorts. Fahrradhelme schützen vor schweren Kopfverletzungen, die bei einem Unfall unabhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit entstehen können. Daher gilt: Nie ohne Helm fahren! Der richtige Helm erfüllt die aktuellen Prüfnormen, hat eine komfortable Passform und sieht schick aus. Die Belüftung muss dem individuellen Einsatzzweck entsprechen. Vor dem Kauf sollte man den Kopfumfang ermitteln. Moderne Fahrradhelme sind mit einem Verstellsytem ausgerüstet, mit dem die Feinanpassung vorgenommen wird.

Wichtig: Beim Anprobieren nicht den Gurt schließen. Der Helm muss auch ohne Gurt "satt" mit leichtem Druck auf dem Kopf sitzen. Der Helm schließt auf Höhe der Augenbrauen ab. Wenn der Kopf nach unten genommen wird, darf der Helm nicht herunterfallen. Ein geschlossenes Gurtsystem lässt das richtige Empfinden, ob der Helm passt, nicht zu. Die Gurte lassen sich immer individuell einstellen.

Der ideale Straßenhelm ist mit einem frontalen Lüftungssystem ausgestattet. Die Aerodynamik spielt im sportlichen Einsatz eine Rolle. Bei MTB Helmen ist die Lüftung auch von oben nötig, da der Kopf am Berg oft nach unten gehalten wird. Ein Visier schützt gegen Spritzwasser und bietet Schatten bei tief stehender Sonne.

Helme für den Einsatz im Alltag benötigen keine extreme Belüftung. Sie haben eine zurückhaltendere Optik und verfügen idealerweise über Reflektoren. Gute Kinderhelme erfüllen die hochwertigen Prüfnormen der Erwachsenenhelme. Sie sollten mit einem Insektenschutz in den Belüftungsöffnungen ausgestattet sein. Auf die richtige Größe und Passform achten. Wichtig: Helme nicht auf dem Spielplatz tragen!

Herzfrequenzmesser

Neben der Anzeige der Herzfrequenz bieten die meisten Modelle zusätzliche Funktionen vom Alarm beim Überschreiten einer Zielzone über die Kalorienberechnung bis hin zum Höhen-, Temperatur- oder Schrittzähler sowie Belastungsmesser (Wattmesser). Je nach Geschmack können alle nötigen Informationen für ein effektives Ausdauertraining abgerufen werden.

Abhängig vom Modell können die Herzfrequenz-Daten schon während des Trainings analysiert werden oder später anhand von Durchschnittswerten oder der gesamten Herzfrequenzdatei über eine Verbindung zum PC.

Handschuhe

Handschuhe haben drei Aufgaben: Sie halten die Hände warm, sie schützen bei einem Sturz, vor allem aber vermeiden sie Beeinträchtigungen durch den Lenker und absorbieren Vibrationen und Stöße.

Die Innenhand ist mit einer Polsterung versehen, die im Bereich des zentralen Nervenstrang davor schützen, dass dieser zu stark gedrückt wird. Ohne diesen Schutz haben viele Radler Probleme mit eingeschlafenen oder tauben Händen. Je nach Lenkerform und Einsatzbereich sind diese Polster unterschiedlich stark und entsprechen platziert. Als Polstermaterial werden Gels oder Spezialschäume verwendet. Eine rutschfeste Beschichtung der Innenhand sorgt für mehr Grip. Hochwertiges Leder oder synthetische Stoffe sind robust und sorgen für eine lange Haltbarkeit.

Der Handrücken auf der Oberhand besteht aus elastischem, atmungsaktivem Material. Handschuhe für den Mountainbikebereich sind häufig auf den Fingern und Knöcheln mit Protektoren ausgestattet. Ein Frotteebesatz auf dem Daumen ist nützlich, um den Schweiß aus dem Gesicht zu wischen. Der Bund ist mit einem Klettverschluss oder mit einem elastischen Abschluss versehen um eine Größenanpassung zu ermöglichen.

Bei kalten Temperaturen werden Handschuhe mit langen Fingern verwendet. Je nach Temperatur und Einsatzgebiet sind die langen Handschuhe unterschiedlich stark isoliert und gefüttert. Einige Modelle sind zusätzlich wind- bzw. regendicht.

 

Helmmütze

Jeder Radfahrer sollte natürlich einen Helm tragen. Der Wunsch nach eine guten Belüftung hat dazu geführt, dass der Kopf unter einem modernen Helm gekühlt wird. Häufig ist dieser Effekt so stark, dass bei niedrigen Temperaturen eine Helmmütze getragen werden muss. Je nach Außenemperatur, Einsatzbereich und Kälteempfinden sind die Helmmützen unterschiedlich stark im Material. Viele Modelle verfügen über winddichte Eigenschaften und bedecken auch die Ohren. 

Hypotonisch

Hypotonische Lösungen sind schwächer konzentriert als die körpereigenen Flüssigkeiten. Somit werden sie unter körperlicher Belastung vom menschlichen Organismus besser und schneller aufgenommen als isotonische Getränke. Die Kombination von Mineralien und Kohlenhydraten führt zu einer schnellen Erholung und Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit.