Fahrrad-Lexikon

Nabenschaltung

Das Grundprinzip ist bei allen Nabenschaltungen gleich. Ein oder mehrere Planetengetriebe sind kompakt in der Hinterradnabe untergebracht. Je nachdem, wie das Getreibe abgesteuert wird, enstehen verschiedene Über- bzw. Untersetzungen. Aus den ursprünglichen 3 Gängen sind im Laufe der Jahre 5, 7, 8 oder gar 14 Gänge bei der Rohloff Nabe geworden. Nabenschaltungen sind daher inzwischen auch an Trekking- und Reiserädern sowie an Mountainbikes zu finden.

Die Naben lassen sich sehr leicht schalten und die Übersicht, welcher Gang eingeschaltet ist, behält auch ein Fahranfänger oder wenig technisch versierter Radfahrer. In der Regel haben komfortable Drehgriffschalter die Schalthebel abgelöst. Anders als bei der Kettenschaltung sind die Übersetzungen der einzelnen Gänge durch das Getriebe festgelegt. Individuelle Anpassungen lassen sich nur im geringen Maße durch das Wechseln des Kettenblattes und/oder des Ritzels durchführen. Systeme, bei denen Naben- und Kettenschaltungen kombiniert werden, haben sich am Markt nicht durchgesetzt. Ein Gangwechsel ist bei der Nabenschaltung auch im Stand möglich, was gerade im Stadtverkehr sehr komfortabel ist. Neben dem klassischem Rücktritt gibt es Nabenschaltungen auch mit einem Freilauf, so dass sie auch mit leistungsstarken Bremsen kombiniert werden können.

Ein großer Vorteil der Nabenschaltung ist die einfache Wartung des Systems. Da das Getriebe in einem Ölbad läuft oder werksseitig mit einem dauerhaften Fettpolster versehen wird, ist es nahezu wartungsfrei. Das System ist komplett von der Außenumgebung abgekapselt und somit bestens gegen Schmutz, Nässe und auch vor Beschädigungen geschützt. Da das Kettenblatt und das Ritzel genau in der Flucht stehen, kommt es nicht zu einem Schräglauf der Kette und somit zu einer deutlich längeren Standzeit als bei einer Kettenschaltung. Kette, Kettenblatt und Ritzel können sehr gut abgedeckt oder sogar gekapselt werden. Dadurch sind auch die äußeren Bauteile des Antriebes sehr gut geschützt, außerdem kann sich der Fahrer nicht verschmutzen.

Nachteile der Kettenschaltung sind die erwähnten begrenzten Anpassungen der Übersetzungen und das relativ hohe Gewicht der Naben. Im sportlichen Einsatz kann der relativ schlechte Wirkungsgrad einer Nabenschaltung, bedingt durch die innere Reibung, als störend oder gar leistungsmindernd empfunden werden.

Nierenwärmer

Radfahren ist bei jedem Wetter, auch bei sehr niedrigen Temperaturen, möglich. Vorraussetzung ist die richtige Ausstattung, um so viel Komfort wie möglich zu erlangen und gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Das Tragen von Nierenwärmern ist beim Motorradfahren Pflicht, auf dem Fahrrad sind Nierenwärmer genauso sinnvoll. Sie schützen den empfindlichen Nierenbereich und den unteren Rücken vor Kälte und Zugluft.