Beratung Navigation

Mit den richtigen Karten niemals die Orientierung beim Fahrradfahren im Gelände verlieren

Bitte beachten Sie: Nehmen Sie immer auch unbedingt eine Papierkarte mit auf Tour! Und zwar mit dem größtmöglichen Maßstab. D.h. je kleiner die Maßstabszahl, desto mehr Details enthält die Papierkarte. Zum Beispiel 1:25.000: hier entspricht 1 cm auf der Karte 25.000 cm in der abgebildeten Realität, das sind 250 m.
Zur Orientierung im Gelände, das ja meistens unbekannt ist, ist eine Papierkarte immer noch Gold wert. Der Ausschnitt zur Planung und Orientierung ist ausreichend groß, das Gebiet besser zu überschauen.
So ist die Papierkarte die optimale Ergänzung zum elektronischen Navigationsgerät bzw. zu digitalen Karten. Beides muss bei Wanderungen, Radtouren etc. unbedingt dabei sein. Außerdem wird die Karte immer einsatzbereit sein, GPS-Geräte werden mit Batterien oder Akkus betrieben, die natürlich auch mal wegen entladenen Stromspendern meistens dann ausfallen können, wenn man sie am nötigsten braucht.

Was ist eigentlich GPS (Global Positioning System)?
Das Global Positioning System, kurz GPS, wurde ursprünglich für militärische Zwecke entwickelt. Heute dient GPS zur Ermittlung des Standorts eines GPS-Geräts und hat sich weltweit als Hilfsmittel durchgesetzt. Im Zuge der rasanten Entwicklung im Elektronikbereich gibt es mittlerweile ein breites Einsatzspektrum, in dem GPS-Technik angewandt wird. Durch ermittelte Positionsdaten können GPS-Geräte den aktuellen Standort, sowie eine zurückgelegte und vorgegebene Wegstrecke anzeigen, oder – je nach Gerätetyp – den Weg zu einer bestimmten Adresse weisen.

Grundsätzliche Unterschiede bei GPS-Geräten
Für die verschiedenen Einsatzzwecke gibt es auch verschiedene Kartenarten (Raster-/Vektorkarten). Die beiden elektronischen Kartentypen unterscheiden sich in ihrer Detailgenauigkeit, ihren Anzeigemöglichkeiten und bei der Fähigkeit, einen Weg selbst zu berechnen. Für die Zielführung von A nach B sind ausschließlich Vektorkarten geeignet. Rasterkarten bieten dafür genauere Positionsinformationen, die z.B. bei Bergtouren entscheidend sind. Ein wichtiges Detail ist der Maßstab der Karten. Je mehr Details eine Karte besitzt, desto größer ist ihr Speicherbedarf. Rasterkarten können die Geländeeigenschaften mit einem hochauflösenden Maßstab als Flächen darstellen. Oft schon auf dem Gerät vorinstalliert oder auf einer SDKarte abgespeichert. In der Handhabung (Touchscreen/ Tastenbedienung) unterscheiden sich die Geräte ebenfalls. Bei dieser Vielfalt ist es also am wichtigsten zu klären, welches GPS-Gerät sich am besten für Ihre Zwecke eignet.

Die Funktionsweise und die Bestimmung der Position
GPS-Empfänger ermitteln die Entfernung zu allen Satelliten, deren Signale sie empfangen. Dazu wird die Zeit bestimmt, die die Radiowellen vom Satelliten zum Empfänger benötigen. Jeder Satellit sendet in bestimmten Zeitintervallen Signale mit seiner Position und der exakten Uhrzeit aus. Aus den Signalen von mindestens vier Satelliten kann ein GPS-Empfänger seinen Standort berechnen. Je mehr Satellitensignale empfangen werden, umso genauer wird die Position des Benutzers bestimmt.
Die Genauigkeit liegt bei rund zehn Metern, bei Empfang von Korrektursignalen, wie mit EGNOS, sogar bei einen bis drei Metern. In Häuserschluchten und engen Tälern kann es vorkommen, dass die Signale an Felsen oder Betonwänden reflektiert werden und deshalb die Positionsbestimmung ungenauer ist. GPS-Systeme erleichtern das Suchen und Auffinden von Adressen, Sehenswürdigkeiten, Ortspunkten nach geometrischen Koordinatenangaben und mehr. Mit ihnen können Strecken automatisch "geroutet" werden. Mit Routing wird die automatische Berechnung einer Strecke nach Eingabe eines Start- und Zielpunktes bezeichnet. GPS-Empfänger speichern Standorte.

Grenzen von GPS - Was können die Navigationsgeräte nicht
Im Stand die Bewegungsrichtung anzeigen, die aktuelle Höhe genau angeben und noch ein paar wenige andere Dinge. Die Berechnung aus mindestens vier Satellitensignalen erlaubt eine Richtungs- und Höhenbestimmung erst ab ca. 6 km/h Bewegung unter freiem Himmel. Die unrunde Form der Erde erlaubt auch keine präzise Höhenermittlung aufgrund der Laufzeitsignale. Navigationsgeräte mit zusätzlichem Barometer und elektrischem Kompass kompensieren diesen Effekt.

 

Topografische Karten

Sie geben die Topografie d.h. die Oberflächenformen der Erde wieder und dienen als Kartengrundlage für alle elektronischen Karten.
Es sind detailreiche Papierkarten mit einer Vielzahl an topografischen Informationen.
Mit ihnen werden Geländeformen und andere sichtbare Details der Erdoberfläche in sinnvollen Maßstäben abgebildet.
In einer topografischen Karte sind neben den Straßen, Wegen, Bahnlinien, Gebäuden auch Höhenlinien, Höhenpunkte, Grenzen, Stromleitungen, Gewässernetze, Vegetationsbedeckung, etc. verzeichnet.
 

Rasterkarten

RasterkarteSie sind elektronisch abgebildete topografische Karten, in Bilddateien überführte Papierkarten und entsprechen genau dem Abbild einer topografischen Papierkarte.
Rasterkarten bestechen durch eine hohe Qualität, sind in dem jeweiligen verwendeten Maßstab zoombar und Tracks können auf der Rasterkarte als Linie angezeigt werden.
Rasterkarten eignen sich hervorragend für die Planung am heimischen PC. Am großen Bildschirm bieten sie einen guten Überblick und die Vorteile der Rasterkarte können voll genutzt werden.
Rasterkarten sind nicht routingfähig. Jedoch lassen sich mittlerweile Ausschnitte von Rasterkarten auf viele GPS-Geräte übertragen (z.B. FALK).
Sie sind eine Ergänzung zu den Vektorkarten der GPS-Empfänger und enthalten gerade für unwegsames Gelände oft zusätzliche hilfreiche Informationen und Details.
 

Vektorkarten

Vektorkarte Sie sind schematische Darstellungen, die durch ihren relativ geringen Speicherbedarf ideal für Navigationsgeräte geeignet sind.
Sie erreichen eine hohe Genauigkeit, sind routingfähig und können verschiedene Maßstäbe anzeigen.
In den Vektorkarten sind alle Inhalte als einzelne Objekte in einer Datenbank hinterlegt. Es gibt Punkt-, Linien- und Flächenobjekte. Das Kartenbild ist damit im Vergleich zur Rasterkarte schematisierter und weniger detailliert.
Ein Vorteil ist, dass jedes Objekt zusätzliche Informationen enthalten kann, wie Straßennamen, Höhenangaben, usw..
Auf dem Bildschirm wird je nach Vergrößerungsstufe die passende Ansicht dargestellt. Je weiter man ins Detail zoomt, umso mehr Inhalte werden auf der Karte angezeigt.
Die meisten GPS-Geräte haben heutzutage schon ab Werk Vektorkarten installiert. Die Darstellung variiert unter den verschiedenen Anbietern.
 

GPS am Handy vs. GPS-Gerät:

Das Handy hat schon GPS? Eine tolle Sache, diese neue Technik, alles vereint im Kleinformat eines Smartphones. Im Kfz ans Bordnetz angeschlossen, spielt es sein Können bis zum anvisierten Ziel voll aus. Verlässt man aber den Straßenverkehr und begibt sich ohne Kfz nach draußen ins unwegsame Gelände, geht dem Handy schnell die Luft, also der Strom aus.

GPS-Geräte sind mit langlebigen, wiederaufladbaren Akkus oder mit Batterien ausgestattet, die sich unterwegs schnell durch Öffnen des Batteriefachdeckels gegen neue austauschen lassen. Den Ersatz-Akku hat man bei der Tour am besten schon dabei, Batterien sind an jeder Tankstelle oder am Zeitungskiosk erhältlich.

Die Outdoor-Geräte sind äußerst robust. Abstürzen und widrigen Wetterbedingungen trotzt das Navi problemlos. Und das verkraftet das Outdoor-Navi deutlich besser als ein Smartphone. Wer schon mal mit einem Handy in der Tasche ungewollt vom Rad geworfen wurde, hat schon festgestellt, dass Jackentaschen oder Rucksäcke für Handydisplays keinen ausreichenden Schutz gegen Zerstörung bieten.

Ein Outdoor-Navi ist griffiger und durch wetterfeste Touchscreens oder robuste Tasten auch mit Handschuhen bedienbar, so müssen Sie bei Wetter, Wind und Kälte die warmen Handschuhe nicht ausziehen.
 

GPS Anwendungsbereiche

Geocaching
Geocoaching ist eine moderne Form einer Schatzsuche, gelegentlich auch als Schnitzeljagd bekannt.
Im Internet sind auf entsprechenden Seiten die Koordinaten eines "Schatzes" ersichtlich und mit hilfe eines GPS-Gerätes kann man diese Schätze finden, die jemand anderes an ungewöhnlichen Plätzen versteckt hat.
Hier wird auch erklärt, wie man die sogenannten "Caches" findet oder einen eigenen versteckt. Außerdem gibt es Informationen, wie man mit diesem aufregenden und lustigen Hobby beginnt.

Routing / Zielführung
Mit diesem Begriff wird die automatische Berechnung einer Strecke von A nach B bezeichnet. Hierfür ist ein digitales Wegenetz erforderlich, das Informationen über die Wegbeschaffenheit etc. enthält.
Das Routing kann zwischen zwei Punkten (Start/Ziel) oder über mehrere Wegpunkte erfolgen. Die Routen können am GPS-Gerät oder am PC geplant werden. Mit einer PC-Software wie z.B. dem Tour Explorer25 von MagicMaps ist die Planung einer Fahrrad- oder Wandertour ganz einfach.
Es können bereits fertige Touren (Projekte) ausgewählt und in der 2D- oder 3D-Ansicht betrachtet und auch virtuell am PC "abgeflogen" werden. Individuelle Touren lassen sich direkt mit der Maus erfassen, indem die Strecke auf der 2D-Karte nachgefahren wird.
 

Kurze Zusammenfassung der wichtigsten Navigationsbegriffe

Tracking
Wegpunktmarkierung und Aufzeichnung von Routen.

Geotagging
Beim Geotagging lassen sich Fotos und GPS-Daten (z.B. die Koordinaten vom Aufnahmeort) automatisch verknüpfen und anzeigen.

Outdoor- / Sportaktivitäten
GPS hilft auch beim Sport, beim Wandern, beim Lauftraining, und beim Radfahren. Die aufgezeichneten Daten können mit einer entsprechenden Software ausgewertet werden.

Geotagging
Zielführung für Fahrrad, Auto, Motorrad und Wandern.