Was sind die perfekten Pedalen für mich?


Die folgenden Unterscheidungen gilt es bei den verschiedenen Systemen zu beachten.

Die Systempedale

  1. Systempedale sorgen, ähnlich wie eine Ski-Bindung, für einen sehr guten Kontakt zum Fahrrad (Pedal). Der Vorteil dieser Bindungen an das Pedal ist, dass man nicht nur treten (Abb. 1), sondern zeitgleich auch an der Pedale ziehen kann. (Abb. 2). Dadurch erreicht man eine bis zu 30% größere Leistungsübertragung.

  2. Die Verbindung zwischen Schuh und Pedale wird durch ein am Schuh montierten Cleat hergestellt. Hier gibt es von verschiedenen Herstellern unterschiedliche Systeme (Cleats).

  3. Zusätzlich ist die Bindung ein großer Vorteil in Hinsicht auf Sicherheit und Komfort.

  4. Beim Einsteigen einfach von oben auf das Pedal treten, bis ein "Klick" zu hören und spüren ist. Die Schuh-Pedal-Verbindung bietet jetzt immer noch genügend seitliches Spiel, ohne einzuengen.

  5. Zum Aussteigen genügt eine Drehbewegung mit der Ferse nach außen. (Abb. 3+4)

  6. Nebenstehend werden die in Deutschland meistverkauften Systeme der Firmen Shimano und Look gezeigt. Daneben gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Pedalsysteme, wie z. B. Crank Brothers, Speedplay, Time, Syncros etc.. Die Systeme dienen alle dem gleichen Zweck, den Schuh mit dem Pedal zu verbinden und dadurch eine möglichst große Kraftübertragung auf den Antrieb zu gewährleisten.

Shimano SPD

  1. SPD steht für Shimano Pedaling Dynamics. Dies ist ein integriertes Schuh- und Pedalsystem, das die Vorteile und Komfort eines Pedalsystems beim Fahren vereint.

  2. Bei den Cleats (Schuhplatten), die unter den Schuhen befestigt werden, gibt es verschiedene Varianten. Diese unterscheiden sich in der Art der Möglichkeit des Ausstiegs aus dem Peal (Abb. 5). Es gibt die Variante einer seitlichen Drehung des Fußes aus dem Pedal zu kommen, (Abb. 6) oder seitlich und senkrecht (Abb. 7).

  3. Das SPD-System wird im MTB- bzw. Trekkingbereich eingesetzt.

Shimano SPD-SL

  1. Große Aufstandsfläche für maximale Kraftübertragung und höchsten Komfort.

  2. Auch hier gibt es verschiedene Varianten an Schuhplatten (Cleats). Der Unterschied besteht in der Möglichkeit den Fuß in der Verbindung bewegen zu können oder eine starre Verbindung zu haben.

  3. Das SPD-SL System wird im Rennradbereich eingesetzt.

LOOK Kéo

Die zentralen Aspekte des Kéo-Fit-Systems im Detail.
Auswahl der Pedalplatte:

  1. Jeder Mensch hat nicht nur eine individuelle Stellung des Fußes, sondern auch unabhängig vom Leistungsniveau, sehr unterschiedliche Bewegungen beim Pedalieren. Aus diesem Grund bietet LOOK Pedalplatten mit drei verschiedenen Bewegungsfreiheiten an:
    (rot: +/-4,5° - grau: +/- 2,25° - schwarz: 0°).

  2. Die Auswahl der Pedalplatte sollte jedoch, gerade bei schwarzen Platten nicht willkürlich erfolgen, sondern die natürliche Fußbewegung berücksichtigen. Andernfalls kommt es zu teilweise schmerzhaften Reizungen der Sehen und Bänder im Knie und Sprunggelenk - in dem Fall aber zu einer deutlichen Reduzierung der Leistungsfähigkeit, da die Beinkraft nicht optimal in den Antrieb eingeleitet wird. Hier schafft das Kéo-Fit-System eine fundierte Basis und sorgt für die passende Auswahl der Pedalplatte.

  3. Um die Leistungsfähigkeit eines Pedals im Rennradalltag optimal nutzen zu können, muss die Pedalplatte symmetrisch zur Fußachse ausgerichtet sein. Das bedeutet, dass die Beweglichkeit des Fußes im Pedal nach innen und außen gleich ist.

Individuelle Justage und Ausrichtung der Pedalplatte:

  1. Das Kéo-Fit-System ermittelt einen ggf. nötigen Korrekturbedarf und gibt genaue Angaben zur richtigen Einstellung der Platte.

  2. Nur so kann sich die Fußposition optimal auf die Anforderungen der verschiedenen Fahrsituationen anpassen und gleichzeitig die Beinkraft verlustfrei in den Antrieb einleiten.

  3. Das Ergebnis ist ein individuell auf Sie abgestimmtes Pedalsystem, das die Tretenergie optimal an den Antrieb überträgt und dabei gleichzeitig Reizungen und Schmerzen durch Fehlstellungen oder falsche Plattenwahl eliminiert.