Beratung-Fahrradsattel

So finden Sie den perfekten Fahrradsitz

Sie möchten einen neuen Fahrradsattel kaufen? Wir beraten Sie und geben Antworten auf alle wichtigen Fragen rund um den Sattel. Um den für Sie passenden Sattel zu finden, sollten drei Dinge beachtet werden: das Fahrrad, das Geschlecht des Fahrradfahrers, sowie der Abstand zwischen den Sitzknochen. Nachfolgend erklären wir Ihnen, warum diese Dinge für das Finden des richtigen Sattels wichtig werden.

Der Fahrradsattel – allgemeine Informationen

1817 begann mit Karl Drais die Geschichte des Fahrrades, 1866 wurde von John Boultbee Brooks der Fahrradsattel erfunden. Der Grund war ein trauriger. Nach dem Tod seines Pferdes musste Brooks auf das Fahrrad umsteigen. Für mehr Komfort beim Fahrradfahren erfand er den Fahrradsattel. Das ist nun fast 150 Jahre her. Seither hat sich viel verändert. Heute entsprechen Fahrradsättel in Design und Aufbau den unterschiedlichen Bedürfnissen von Fahrradfahrern. Sie lassen sich folgendermaßen einteilen:


Männer fahren auf einem Rennrad und dank eines Selle Italia Sportsattel können Sie dies auch über Stunden machen
Selle Italia Sportsattel ein idealer Begleiter auf einem Rennrad

Welche Arten von Fahrrad Sätteln gibt es?

Fahrradsattel

Sportsattel

Fahrradsattel

Komfortsattel

Fahrradsattel

Sattelüberzug

Fahrradsattel: Warum der richtige Sattel so wichtig ist!

Schmerzen beim Fahrradfahren können unterschiedliche Ursachen haben. Der Rücken kann wehtun, die Handgelenke können schmerzen, ebenso der Po. Schmerzen im Po-Bereich können durch den falschen Fahrradsattel entstehen. Abhilfe schaffen nicht nur spezielle Damen-, Herren- und Unisexsättel, sondern auch Fahrradsättel in unterschiedlichen Größen und mit unterschiedlicher Ausstattung je nach Einsatzbereich beziehungsweise Fahrradtyp.
Männer und Frauen unterscheiden sich nicht zwingend durch die Größe ihres Sitzknochenabstandes und damit der Sattelbreite, sondern darin, dass bei den Damen der tieferliegende Schambeinbogen schmerzhaft auf die Sattelnase drücken kann. Bei Herren hingegen ist der Bereich der Prostata eine kritische Stelle. Die Sattelform sollte sich aus diesem Grunde nach dem Sitzknochenabstand sowie nach der Sitzposition richten. Wichtig ist, dass die empfindlichen Stellen beim Sitzen im Sattel entlastet werden.
Um den passenden Sattel zu finden gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder nehmen Sie einfach im Sattel Platz und testen am eigene Leibe oder Sie beginnen mit der Vermessung Ihrer Sitzknochen.

Sportsättel

Sättel für Training und Race

Radsportler, egal ob beim CC mit dem MTB oder beim Straßenrennen mit dem Rennrad, benötigen den direkten Kontakt zum Sportgerät. Beim Fahren auf einem Renn- oder Mountainbike verlagert sich das Gewicht durch die sportliche Sitzhaltung mehr zur Spitze des schmalen Sattels. Die schlanke Sattelform ermöglicht eine große Bewegungsfreiheit. Während das Sattelgestell robust und leicht sein sollte, sollte der Sattel mit einem wasserabweisenden und atmungsaktiven Material überzogen sein. Die Polsterung fällt oft gering aus, der Bereich der maximalen Druckbelastung ist oft ausgespart.
Komfortsättel

Sättel für Touring & Trekking

Für Fahrradfahrer, die mit dem Trekkingbike gern Touren fahren oder als Fitnessbiker unterwegs sind, empfehlen sich Sportsättel mit einer Verstärkung. Dies kann eine Gel-Polsterung oder eine elastische Sattelschale sein. Durch die Polsterung oder die elastische Schale verteilen sich die Belastungsspitzen Y-förmig auf die gesamte Sattellänge. Der Sitzkomfort erhöht sich.

Ergon Komfortsattel für lange Fahrradtouren ohne Schmerzen

Ergon Komfortsattel als idealer Begleiter bei einem E-Mountainbike

Sättel für Cityfahrräder

Wer mit dem Cityrad unterwegs ist und entspannt und mit Genuss radeln möchte, der benötigt einen gut gepolsterten und komfortablen Sattel. Dieser Komfortsattel zeichnet sich durch eine großflächige Polsterung im Bereich der Sitzknochen aus. Auf einem Cityrad sitzen Sie nicht nur aufrecht, sondern dank der Polsterung auch absolut bequem im Sattel. Beachten Sie, dass der Sattel nicht zu breit sein darf. Ein zu breiter Sattel schränkt Ihre Bewegungsfreiheit ein und kann zu unangenehmen Reibestellen führen.

Sattelpflege: Warum ist die Sattelpfleg bei einem Ledersattel wichtig?

Lederprodukte sollte man regelmäßig pflegen um länger was davon zu haben. Außerdem ist ungepflegtes, brüchiges Leder ein echtes Risiko und sollte deswegen unbedingt vermieden werden! Der Ledersattel kommt nämlich ständig mit dem Schweiß in Verbindung. Die darin enthaltenen Körpersalze dringen in das Leder ein und greifen es an. Im blödesten Fall kann dies zu Bruchstellen im Leder führen. Ein weiterer Punkt, der für eine regelmäßige Sattelpflege spricht, ist die Sattelkammer. Vor allem wenn deine Sattelkammer im Winter nicht so richtig trocken ist, beginnen Lederprodukte gerne zu schimmeln. Ledersättel mögen ein Klima mit 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von 15 bis 18 Grad Celsius. Da dies die wenigsten Sattelkammern bieten, sollten Sie spätestens die Zeit nach dem Winter nutzen, um Ihre Sachen ordentlich zu reinigen. Denn solange der Schimmel nur oberflächig vorhanden ist, bekommen Sie das Sattelzeug in der Regel wieder frisch.

Wie oft den Sattel putzen?

Diese Frage kann man nicht genau beantworten, denn der Reinigungs- und Pflegebedarf ist abhängig davon, wie oft Sie den Sattel benutzten. Wenn Sie den Sattel täglich benutzen, dann sollten Sie schon darauf achten, dass Sie jede Woche den gröbsten Schmutz entfernen. Außerdem sollten Sie dann einmal im Monat ein wenig Fett benutzen. Verwenden Sie den Sattel ein- oder zweimal, ich dies nicht erforderlich.

Ledersattel von der Marke Brooks bei boc24.de

Brooks Fahrradsattel

Verschiedene Arten zum Reinigen im Überblick

Sattelseife:
Für die ganz normale Reinigung empfiehlt es sich auf Sattelseife zurückzugreifen. Hier gibt es verschiedene Produkte, einige werden wie Reinigungsmittel mit Wasser vermischt, andere können direkt aufgetragen werden. Der Nachteil an Sattelseife, die in Wasser gegeben wird, ist, dass zu viel Wasser das Leder austrocknen lässt.

Es gibt aber auch Sattelseifen, die direkt auf das Leder aufgetragen werden können, was vor allem für den Winter sehr praktisch ist. Wichtig hierbei ist aber, dass der Schwamm, mit dem du die Sattelseife aufträgst, nicht zu schmutzig wird. Denn die Schmutzpartikel können sonst wie Schmirgelpapier wirken und das Leder zerkratzen. Deswegen den Schwamm zwischendurch ruhig immer wieder mit klarem Wasser auswaschen.

Schimmelt Ihr Ledersattel, sollten Sie auf Sattelseife lieber verzichten und stattdessen zunächst auf Essig zurückgreifen, um die Schimmelsporen effektiv zu beseitigen.

Lederreiniger:
Es gibt mittlerweile auch spezielle Reiniger für Leder, die man einfach aufsprühen und abwischen kann. Dieser Reiniger ist dafür gedacht um leichte Verschmutzung zu entfernen. Der Vorteil dieser All-in-One-Lösung ist, dass sie super schnell und unkompliziert genutzt werden kann.


Fahrradsattel: Die Sitzknochenvermessung

Für die Vermessung der Sitzknochen benötigen Sie eine Wellpappe oder irgendein anderes Material, auf dem Sie einen sichtbaren Abdruck hinterlassen können. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Legen Sie die Messpappe auf einen harten Stuhl und setzen Sie sich auf die Pappe
  • Machen Sie jetzt ein Hohlkreuz und stellen Sie zusätzlich Ihre Zehenspitzen auf den Boden. Auf diese Art treten die Sitzknochen stärker hervor.
  • Um mehr Druck zu erzeugen, können Sie sich mit Ihren Händen auf die Pappe ziehen.
  • Stehen Sie auf und vermessen Sie den Abstand der hinterlassenen Sitzknochenabdrücke.

Mit diesen Daten können Sie nun die richtige Sattelbreite für einen sportlichen, moderaten oder bequemen Sitz auf Ihrem Sattel ermitteln. Es gilt:

  • Sportliche Sitzposition: Ihr Sitzknochenabstand plus 1 cm
  • Moderate Sitzposition: Ihr Sitzknochenabstand plus 2 cm
  • Aufrechte Sitzposition: Ihr Sitzknochenabstand plus 3 cm

Tipp: Tragen Sie, wenn Sie im Fahrradsattel sitzen, eine passende Fahrradhose. Mit der richtigen Fahrradhose lässt sich der Sitzkomfort auf dem Fahrrad, egal ob Mountainbike oder Rennrad, leicht und schnell optimieren.